Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre. Eine gute Gelegenheit einen erhöhten Ort mit schönen Ausblick auf die Bucht von Savusavu zu suchen. Nach ein paar Sackgassen fanden wir einen kleinen Trampelpfad, der uns auf einen Platz führte, von dem aus diese Aufnahme ohne störende Bäume in Vordergrund entstand.
Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer öffentlichen, geothermischen Kochstelle vorbei.
Die zu garenden Lebensmittel, zum Beispiel Cassava-Wurzeln, werden in Säcken eingepackt in das an der Oberfläche austretenden, kochende Wasser gelegt.
Dieser Herr, Curly, lebt und segelt seit 44 Jahren in Fiji. In der Cruising-Saison veranstaltet er jeden Sonntagnachmittag ein mehrstündiges Seminar, in dem er andere Segel an seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben lässt.
Fiji ist gespickt von Riffen mit zum Teil sehr engen Passagen. Als Teilnehmer erhalten wir für viele Ankerplätze und ihre Ansteuerung eine Liste von Wegpunkten (GPS Längen- und Breitenkoordinaten), die uns sicher durch die Riffe bringen sollen. Auch erklärt uns Curly, wie sich Segler beim Betreten von Inseln verhalten sollen.
In Fiji ist jeder Quadratmeter Land in Privatbesitz. Somit braucht man die Erlaubnis, das Land zu betreten. In einer sogenannten Kava-Zeremonie wird sie erteilt. Die Wurzeln für die Zubereitung des bräunlichen, für uns wenig schmackhaften Getränks mit beruhigender Wirkung, sind von uns, eingewickelt in Zeitungspapier, als Geschenk an den Chef des Dorfes mitzubringen. Die Wurzeln werden zerrieben und das Pulver in Wasser aufgelöst. Zeitungspapier, weil damit auch das Informationsbedürfnis befriedigt wird. Andere Länder, andere Sitten.




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