Dienstag 1. September 2015: Tonga abseits des Tourismus

Tonga ist ein eher armes Land mit einer chronisch negativen Handelsbilanz. Die Einnahmen aus dem Export von Agrarprodukten wie Vanille, Taro und Kokosnussöl sowie  dem Tourismus können die Ausgaben für den Import von technischen Gütern und Treibstoffen nicht decken. Weder die Landwirtschaft noch der Tourismus scheinen  mit  grosser Intensität und Nachhaltigkeit betrieben zu werden. Da Tonga nie kolonialisiert wurde, fühlt sich im Gegensatz zu anderen Inseln der Südsee kein Land verantwortlich finanzielle Unterstützung zu leisten, auch wenn einzelne Projekte wie Brücken, Strassen, Wasserversorgung oder Schulen mit Gelder der EU, Chinas, Japans oder Australiens realisiert wurden.

Bewegt man sich ausserhalb Neiafus, dem Hautport der Vava'u-Gruppe, trifft man auf eine nochmals andere Welt. 

  
Hier dürfte schon lange kein Tourist mehr gewesen sein und eines der Quality Vacaction Appartments gebucht haben, die auf dem kleinen schwarzen Schild an Hauswand angepriesen werden. 


Kirchen hat es in jeder Ortschaft mindest eine, manchmal zwei oder drei, je nachdem wie viele Missionsgesellschaften und Glaubensrichtungen in einer Ortschaft aktiv sind.  


Auf der Strasse zwischen zwei Dörfern treffen wir diese beiden Herrn. Wir fragen, ob wir auf dem richtigen Weg sind, aber die Verständigung ist schwierig, da sie kaum Englisch sprechen. Wir fahren daraufhin immer geradeaus und kommen schliesslich in das nächste Dorf. 


Die Schulkinder von Longomapu. Alle in Schuluniform und die Hälfte ohne Schuhe. 


Das Ziel unserer Fahrt, der Toafa Aussichtspunkt. Nicht besonders spektakulär und bei dem grauen Himmel sowieso nicht. Es gibt einen Eindruck über die im Meer verstreuten Inseln und Eilande der Vava'u-Gruppe. Zwischen den Inseln beträgt die Wassertiefe bis zu 80 Metern, weshalb nur an wenigen Stellen Ankerplätze zu finden sind, die einen guten Schutz und einen sicheren Ankergrund aufweisen.  

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