Nach einer windarmen Nachtfahrt bei Vollmond, der so hell ist, dass man die Uhr ablesen kann, erreichen wir um die Mittagszeit den Pass Avamao an der Nordwest-Seite von Huahine. Anders als auf den Atollen der Tuamotus gibt es bei den Pässen zu den hohen Inseln kaum Strömung und entsprechend einfach sind sie zu befahren. Auch sind sie gut betonnt mit grünen und roten Baken auf jeder Seite sowie einer Peilung, damit man in der Mitte der Fahrrinne bleibt. So könnte man diese Pässe gefahrlos auch bei Nacht meistern; tagsüber sieht man an den sich brechenden Wellen und der Farbe des Wassers, wo man fahren muss.
Das Volumen der Lagune ist zu klein, dass sich eine starke Strömung bilden kann, da zwischen Riff und Insel nur ein 100 bis 200 Meter breiter und 20 bis 30 Meter tiefer Kanal liegt. Der Kanal auf der Westseite von Huanine ist über die gesamte Länge der Küste befahrbar.
Die brechende Welle am Riff ist der Spielplatz der Wellenreiter. Im Hintergrund die Inseln Raiatea (links) und Tahaa (rechts).
Unser Ankerplatz hinter dem Riff vor der Ortschaft Fare. Wir ankern im 25 Meter tiefen Wasser auf Sand. Die türkisfarbene Zone hinter dem Riff ist flacher und mit Korallenköpfen durchsetzt. Auch dort lässt sich ankern, jedoch kann sich die Kette in den Korallenköpfen verhaken und macht bei Bewegung des Bootes unschöne Geräusche, die die Nachtruhe stören.



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