Wie überall in Frankreich ist heute Feiertag, so auch in Französisch Polynesien. Per Gesetz sind die Einwohner bei Geburt Franzosen, dem Herz nach pflegen sie jedoch keine grosse Liebe zu Frankreich. Den französischen Feiertagen sind sie jedoch nicht abgeneigt und feiern den Sturm auf die Bastille von 1789 mit Umzügen und Kanurennen.
Wir nutzten den Tag für eine Inselrundfahrt mit dem Velo. Entlang der Westküste ging es nach Süden. Eine Bucht reiht sich an die andere. Die Insel ist mit 13.000 Einwohnern nicht so stark besiedelt, weshalb anders als in Tahiti viele Streckenabschnitte unbebaut sind und die Strasse direkt am Meer entlang führt und den Blick auf die Lagune mit ihren vielen Inseln und dem Riff freigibt.
Durch die vielen Buchten der nur 25 Kilometer langen Insel summieren sich die Kilometer. Die Südostecke der Insel lässt sich durch eine Strasse durch das Inselinnere aussparen, womit man sich 25 der 98 Kilometer messenden Strecke spart.
Über dem Hauptort Uturoa im Nordosten der Insel thront der 300 Meter hohe Mt. Tapioi. Auf einer für allen Verkehr inklusive Velos gesperrten Naturstrasse radelten wir steil bergan und konnten kurz vor Einsetzen eines Regenschauers noch den Ausblick bewundern.
Uturoa ist nach unseren Massstäben eher ein Dorf, auch wenn es das Verwaltungszentrum der westlichen Gesellschaftsinseln ist. Am heutigen Feiertag, wenn alles geschlossen ist, inklusive des einzigen Kaffees an der Uferpromenade, kommt man sich fast wie in einer Geisterstadt vor. Selbst das Kreuzfahrtschiff, welches durch den Pässe in die Lagune fuhr und an der Kaimauer anlegte, führt nicht zu geschäftigen Treiben von Händlern, die den Touristen helfen, Geld auszugeben.
Der Blick auf die Lagune nach Süden. Das Riff ist nur durch die Motus genannten kleinen Inseln und ein paar Pässen unterbrochen.
Der Regenschauer hat die Schwesterinseln Tahaa erreicht und durchnässt uns 10 Minuten später auf der Abfahrt.




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