Nach zwei Tagen Arbeit rund um NOE ist die to do Liste noch nicht ganz abgerbeitet, aber etwas kürzer als beim Einlaufen in den Hafen von Papeete. Zwei technische Probleme sind in den letzten Wochen aufgetreten. Nur zwei müssen wir sagen, da wir seit Anfang Januar ohne technische Problem unterwegs sind.
Das eine ist die Tankanzeige unseres Dieseltanks, die uns immer einen vollen Tank anzeigte. Aus den Stunden unter Motor und der Anzahl Laufstunden des Generators und dem durchschnittlichen Verbrauch wussten wir auch ohne Anzeige, wie viel Diesel wir noch haben. Mittlerweile läuft die Anzeige wieder, nachdem wir den Geber mit WD40 gereinigt haben und der Schwimmer sich wieder frei bewegen kann.
Das andere Problem ist die Anzeige für den Ladezustand der Batterie, die total ausgefallen ist. Auch dieses Gerät ist nicht lebensnotwendig, aber angenehmer ist es wenn man es funktioniert. Der nächste Vertreter dieser Marke ist einige tausend Kilometer entfernt und der Hersteller sitzt in Holland. Wir werden uns den Ersatz an eine Adresse schicken lassen, wo wir in den nächsten Wochen vorbei kommen.
Unsere erste Velotour (mit richtigen Velos) in der Südsee ging ein Stück entlang der 120 Kilometer langen Küstenstrasse von Tahiti Nui. Tahiti Nui ist die grössere der beiden, mit einander verbundenen Inseln. Die kleinere heisst Tahiti Iti. Wer noch mehr Tahitianisch lernen möchte, ia orana heisst hallo, nana auf Wiedersehen und maururu danke schön.
Der Leuchtturm auf Pointe Vénus. James Cook nannte dieses Kap nach dem Auftrag, den er für die Britische Gesellschaft der Wissenschaften am 3. Juni 1769 während seiner ersten, von drei Reisen in den Pazifik dort ausführte.
An diesem Tag passierte die Venus die Sonne und aus den Zeiten dieses Durchgangs gemessen an verschiedenen Orten der Erde sollten Abstände im Weltall besser bestimmt werden. Die Messung glückte bei schönstem Wetter ohne eine Wolke am Himmel. Jedoch erwies sich das ganze Experiment als ungeeignet. Zum Schutz der astronomischen Instrumente vor den Eingeborenen lies Cook ein kleines Fort bauen, was sie jedoch nicht davon abhielt ein Teil der Instrumente zu stehlen.
In der gleichen Bucht landete im Oktober 1788 die HMS Bounty mit dem Auftrag Setzlinge des Brotfruchtbaumes zu den Antillen zu bringen. Da die Bounty Tahiti zu spät erreichte und die Ruheperiode der Brotfruchtbäume schon vorüber war, konnte die Mannschaft sich über Monate an den Herrlichkeiten der Südsee erfreuen, was ihren Neigung unter dem strengen (oder despotischen) Kapitän Bligh zu dienen deutlich verringerte.
Nach der Abfahrt im Jahre 1789 kommt es am 28. April 1789 zu Meuterei, in deren Verlauf Kaptain Bligh mit ein paar Getreuen ausgesetzt wird und die meuternde Mannschaft unter der Führung von Fletcher Christian nach Tahiti zurückkehrt und die mit den Meuterern verbundenen Frauen zu holen.
Ein paar Kilometer nördlich von Pointe Vénus liegt der Papaeno'o Strand. Er besteht aus schwarzem Sand des Vulkangesteins. Wer surfen lernen möchte, ist hier an der richtigen Stelle. Das Wasser ist angenehm warm und Wellen gibt es wegen des Passatwindes fast immer.



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