Samstag 9.Mai 2015: Auf den Spuren Herman Melvilles in Nuku Hiva

Im fahlen Morgenlicht hat sich uns der Oave gezeigt. Wenige Augenblicke später war er wieder verschwunden und blieb verhüllt in Wolken. Mit 1200 Metern ist er der höchste Berg der Marquesas. 


26 Seemeilen ging es von Ua Pou nach Norden und wir segeln in die grosse Baie Taiohae hinein. Die Bucht ist eine Seemeile lang und eine halbe breit. Genügend Platz um in der windgeschützten Bucht die Segel zu bergen. 

In dieser Bucht ist Herman Melville 1842 als 23 Jähriger von einem Walfänger getürmt. Seine Flucht endete bei einem als Menschenfresser bekannten Stamm, der ihn und seinen Fluchtgefährten in einer Art Halbgefangenschaft hielten, jedoch nicht verspeiseten. Sie konnten sich frei bewegen, das Stammesgebiet aber nicht verlassen. Während dem Gefährten die Flucht gelang, blieb Melville einige Monate bei seinen "Gastgebern". 


Aufgrund ihrer geschützten Lage und wegen des an der Bucht liegenden Hauptortes der Nördlichen Marquesas ein beliebter Ankerplatz der Weltumsegler. Über 40 Yachten haben wir gezählt. Die Figur im Vordergund ist keine historische. Sie wurde Ende der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts gemeinsam mit den anderen Skulpturen geschaffen, um das kulturelle Erbe der Polynesier wieder aufleben zu lassen.  


Endlich wieder Bananen. Die Geschäfte auf den Marquesas haben alles, ausser Frischprodukten. Die Marquesianer sind Selbstversorger mit Bananen, Pampelmusen, Avocado, Mango und so weiter. In einer Bar am Quai fragten wir, ob wir ein paar Bananen kaufen könnten, die dort in ganzen Stauden hingen. Kaufen ging nicht, aber einfach wegnehmen sei ok. Ein echtes Bananenparadies.  


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