Seit gestern sind wir in Fakarava, unserem zweiten Südsee-Atoll. Als wir um 12 Uhr nach 4 Stunden Segeln vor dem Pass standen, war das genau die Zeit mit den grössten Strom (laut Current Gestimator). Da die Wellen nur etwa einen halben Meter hoch waren, sind wir dennoch in den breiten Pass gefahren. Gegen 3 Knoten Strom kamen wir gut an und erreichten problemlos die Lagune. Ausser dass die Skipperin etwas aufgeregt war und nur dieses Foto von der Passpassage machte.
Beim ersten Landgang sahen wir an der Hauptstrasse von Rotoava das kleine Schmuckgeschäft Dream Pearls. Auf die Frage, ob man auf
Fakarava eine Perlenfarm besuchen kann, wurden wir gebeten um 11 Uhr wieder zu
kommen. Dann könnten wir die 8 Kilometer bis zur Perlenfarm mitfahren und man
würde uns alles zeigen.
Im Geschäft fiel
uns noch das Wappen der Familie Steiner auf. Die Verkäuferin sagte uns, dass
sei ihr Vater, der aus Lausanne zuerst zu den Marquesas und dann nach Fakarava
auswanderte, wo er eine polynesische Frau heiratete und das Unternehmen Dream
Pearls gründete.
In der Perlenfarm
werden von 20 Mitarbeitern pro Tag 6000 Muscheln bearbeitet. Das Resultat sind
etwa 4000 geerntete Perlen. Bis der Muschel ein Fremdkörper zur Perlenbildung
eingesetzt werden kann, muss sie zwei
Jahre alt sein. Nach dem Einsetzten dauert es weitere zwei Jahre bis sich die
Perle ausgebildet hat, wenn das Einsetzen erfolgreich war. Eine Muschel kann ein zweites und ein drittes Mal durch
den Prozess gehen, wobei die dritte Perle nicht mehr die Qualität hat. Dream Pearls hat etwa 3 Millionen Muscheln im
Umlauf.
Die Atolle
eignen sich mit ihrem sauberen und strömungsreichen Wasser besonders gut für die
Perlenzucht. Ausserhalb des Wassers lebt die Muschel nur 6 Stunden. Je weniger
lange sie aus dem Wasser ist, desto besser. Daher werden die Muscheln zwischen
den verschiedenen Arbeitsgängen immer wieder ins Wasser gelegt.
Die Arbeitsgänge sind Reinigen der Muschel, Öffnen, Einsetzten einer Kunststoffkugel und des Perlmuttkeims sowie Befestigen der Muscheln an Kunststoffmatten, die im Atoll auf 8-10 Meter Wassertiefe abgesenkt, für die nächsten zwei Jahre dort belassen werden. Durch eine farbliche Kennung wird zur Erfolgskontrolle rückverfolgt, welcher Mitarbeiter den Keim eingesetzt hat.
Die Arbeitsgänge sind Reinigen der Muschel, Öffnen, Einsetzten einer Kunststoffkugel und des Perlmuttkeims sowie Befestigen der Muscheln an Kunststoffmatten, die im Atoll auf 8-10 Meter Wassertiefe abgesenkt, für die nächsten zwei Jahre dort belassen werden. Durch eine farbliche Kennung wird zur Erfolgskontrolle rückverfolgt, welcher Mitarbeiter den Keim eingesetzt hat.







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