Von Puerto Bello bis nach Colôn sind es nur 20 Seemeilen. Ein kurzes Segelvergnügen bei 5 Windstärken und angenehmer Welle von achtern. Ursula geniesst die letzten Meilen im Atlantik. In einigen Tagen sollten wir im Pazifik sein.
Und sie betrachtet den Tölpel, der uns umkreist.
Schon Meilen vor der Einfahrt des Wellenbrechers, der die Hafenanlagen von Colôn schützt, liegen die Container-Schiffe und Tanker vor Anker und warten auf ihre Passage. Wir melden uns bei Christobal Control über Funk an und bitten um Erlaubnis für die Durchfahrt zur Shelter Bay Marina, die hinter dem Wellenbrecher liegt, erhalten aber keine Antwort. Keine Antwort heisst wohl Zustimmung. Christobal Control ist das Kontrollzentrum für den gesamten Schiffsverkehr rund um den Panamakanal.
Wir passieren den Wellenbrecher (für Segler, die linke Seite für den Einfahrenden ist Grün, da Panama das Betonnungssystem B verwendet) und drehen nach rechts zur Shelter Bay Marina.
Wir müssen noch vor der Marina etwas warten, bis ein Boot vor uns festgemacht hat. 4 Stunden nach Anker auf in Puerto Bello liegen wir an unserem Platz im Hafen.
Am Nachmittag treffen wir unseren Agenten, der uns den Papierkram für die Kanalpassage abnimmt. Der Vermesser der Kanalgesellschaft soll schon am Montag an Bord kommen. Jedes Boot, welches den Kanal passieren möchte, wird vermessen. Die Länge bestimmt den Preis für die Passage. Der Transit durch den Kanal ist schon für Freitag vorgesehen. Wir haben nicht gedacht, dass es so schnell gehen wird.



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