Faul heisst nicht Nichtstun sondern nicht Segeln. Nachdem wir nun 14 Tage ununterbrochen unterwegs sind, war es Zeit für einen Bootstag. Aufräumen, putzen, Kleinigkeiten erledigen, E-Mails beantworten, zum Zoll gehen sowie etwas Sightseeing.
Ein fahrender Händler mit fliegenden Fahnen. Man hat fast etwas Mitleid, wenn man dieses Gefährt sieht, dass jeden Augenblick ein Opfer des Meeres werden könnte. Frisch sind die angeboten Früchte, Gemüse und Kräuter jedenfalls.
Man begegnet ihnen auf Schritt und Tritt in der Karibik. Den englischen Kanonen. Als Kanonengiesser haben die Engländer eine wahre Meisterschaft erreicht. Fragt man sich, wie sie vor 250 Jahren diese mehrere Tonnen schwere Ungetüme auf die Stellungen gebracht haben.
Ganz einfach. Man nimmt ein Schiff, ankert es unter Land und vertäut es. Der Besanmast (also der hintere Mast) dient als Ausgangspunkt für die Seilbahn und die Kanonenstellung als Bergstation. Das Anheben der Kanone und die Bergfahrt erfolgten über ein Ankerspill (Trommel mit Spieren, zum Heben des Ankers), welches mit Menschenkraft betrieben wurde.
Offensichtlich war diese Tätigkeit alles andere als ein Zuckerschlecken; gab es als Bonus die doppelte Ration Rum.



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